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Nazi-Skandal bei ProSieben
31. Januar 2008, 12:53 Uhr, td
Nach RTL kann nun auch ProSieben mit einem Nazi-Skandal aufwarten. Moderatorin Juliane Ziegler wollte einen Anrufer in der Call-In-Show “Night Loft” zu mehr Engagement motivieren und nutze dafür den Ausspruch “Arbeit macht frei”. Dieser Satz wurde im Dritten Reich als Torüberschrift in allen Konzentrationslagern (ausgenommen Buchenwald, hier kam “Jedem das Seine” zum Einsatz) verwendet.
Wenige Sekunden nach dem Vorfall war Moderatorin Juliane Ziegler kurze Zeit vom Bildschirm verschwunden, ehe sie von der Regie wieder vor die Kamera geschickt wurde und sich für die verbale Entgleisung entschuldigte. Diese Entschuldigung half aber offenbar nur wenig, denn wie ProSieben inzwischen bekannt gegeben hat, wird es keine weiteren Sendungen mit Moderatorin Juliane Ziegler geben. Somit zieht man in München die Konsequenz aus dem Vorfall, der sich bereits am frühen Morgen des gestrigen Mittwochs ereignete.
Call-In-Shows sind mittlerweile ein beliebtes Format zu nächtlicher Stunde im deutschen TV geworden. Vor allem der zu ProSieben gehörende Sender NeunLive ist hier Vorreiter. Trotz des Nazi-Skandals will man das Format an sich aber nicht auf den Prüfstand stellen. Es handele sich um die verbale Entgleisung einer einzelnen Person, das habe mit der Sendung an sich nichts zu tun, heißt es von offizieller Seite.
Dennoch könnte es sich als vorteilhaft erweisen, Mitarbeiter im Vorfeld besser zu schulen, damit es in Zukunft nicht mehr zu dertigen Eklats kommen kann. Besonders bei Sätzen wie “Arbeit macht frei” sollte es (egal in welchem Bereich der Gesellschaft) eine ausgeprägte Hemmschwelle geben. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man weiß, in welchem Kontext solche Sätze früher benutzt wurden. Ob sich Moderatorin Juliane Ziegler auf diesem Wissensstand befindet, ist nicht bekannt.
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Der Artikel "Nazi-Skandal bei ProSieben" wurde am Donnerstag, den 31. Januar 2008 um 12:53 Uhr veröffentlicht und in der Kategorie TV abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesem Artikel per RSS Feed verfolgen, selbst einen Kommentar schreiben oder einen Backlink (Trackback) auf deiner eigenen Website oder in deinem Blog zu diesem Artikel setzen.


