12. Februar 2012
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Legale Musikdownloads boomen weiter

Gebloggt am 10.4.2008
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Fünf Jahre ist es her, da eröffnete Apple in den USA den ersten “iTunes Music Store”. 2004 folgten Ableger auf der ganzen Welt, darunter auch bei uns in Deutschland. Eindrucksvoll bewies Apple schon nach kurzer Zeit, dass es sehr wohl möglich ist, Musik im Internet zu verkaufen. Bis dato gab es einfach nur kein schlüssiges Geschäftskonzept. Danke Apple und “iTunes” wurde das anders und der Computerkonzern strafte die Musikindustrie Lügen. Von dort hatte es nämlich so gut wie keine brauchbaren Konzepte gegeben, um die illegalen Downloads (überwiegend via Tauschbörsen) einzudämmen.

Jetzt hat das Marktforschungsunternehmen Media Control GfK International in Baden-Baden neue Zahlen veröffentlicht: Über 38% konnten die legalen Downloads im ersten Quartel 2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zulegen. Das ist neuer Rekord - insgesamt wurden 11,3 Millionen digitale Produkte verkauft. Über 10 Millionen davon Einzeltitel. Der Umsatz machte einen Sprung auf 20,4 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs von über 45%.

Bei solchen Zahlen müsste sich die Musikindustrie eigentlich freuen, wäre da nicht die weiterhin schlechte Lage im stationären Handel. Hier gehen die Zahlen weiter zurück. Obwohl die Branche keine absoluten Zahlen nennen will, veröffentlicht Media Control GfK International immerhin die Prozentsätze. 10% weniger CDs gingen im ersten Quartal 2008 über die Ladentische, der Umsatz sank um über 8%. Das ist zwar deutlich weniger als in den letzten Quartalen, dennoch geht der Trend weiter nach unten. Trotzdem sind CDs mit einem Gesamtanteil von über 80% im Jahr 2007 nach wie vor der wichtigste Posten im Gesamtumsatz der deutschen Musikbranche.

CDs, Musikvideos, Downloads und mobile Angebote brachten 2007 einen Umsatz von 1,65 Milliarden Euro. Wenn man bedenkt, dass davon deutlich mehr als zwei Drittel von der guten alten CD erwirtschaftet werden, dann wird deutlich, dass es noch ein langer Weg ist, bis die Musikindustrie in “alte Gefilde” (vor der Erfindung des Mp3-Formats) zurückfinden wird. Sofern das überhaupt noch möglich ist.

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