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“Die Welle” mit Jürgen Vogel

17. März 2008, 11:50 Uhr, td

Am Wochenende war es mal wieder Zeit für einen Besuch im Kino. Diesmal auf dem Ticket: Kino 5, Reihe H, Sitz 7 und 8 und auf der Leinwand gab es “Die Welle” mit Jürgen Vogel. Von diesem Thema hatte ich in meiner eigenen Schulzeit schon gehört und dort im Rahmen irgendeines Kurses das Buch bearbeitet und sogar eine frühe TV-Adaption aus den USA gesehen. Insofern konnte ich mir unter dem Inhalt dann doch was vorstellen und saß nicht völlig ahnungslos mit meiner Tüte Popcorn und der Cola im Kinosessel.

Was mir dann präsentiert wurde konnte sich durchaus sehen lassen. Wenn man sich schon einen deutschen Film ansieht, dann sollte man darauf achten, dass Leute wie Jürgen Vogel mitspielen. So auch bei “Die Welle”. Ich mochte den Typ immer schon. Als Lehrer ist er übrigens mehr als überzeugend. Hört er vielleicht nicht gern, ist aber so. Auch die komplette Umsetzung des Themas “Könnte es in Deutschland wieder zu einer Diktatur kommen?” überzeugte. Zahlreiche Jungschauspieler (hab ich vorher alle noch nie im Leben gesehen) lieferten eine sehr gute Vorstellung ab.

Ebenso als Pluspunkt zu bewerten: “Die Welle” behandelt das obige Thema, macht die Gefahren deutlich, hebt aber dennoch nicht den permanent-pädagogischen Zeigefinger und macht nicht auf “…du, du, du, das ist aber total böse, lass das mal ganz schnell sein…” - sonst wäre der Streifen höchstwahrscheinlich zu einer platten Belehrung verkommen. So aber kann ich guten Gewissens eine Kino-Empfehlung abgeben. Ja, ganz ernsthaft - “Die Welle” sollte man sich angucken. Auch wenn man schon über 18 ist…

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Ein Kommentar

  1. von blueplanet (17. März 2008, 20:52 Uhr)

    Schon längst gehört Morton Rhues Jugendbuchklassiker „The Wave“ zum Allgemeinbildungsgut an Schulen. Das Buch, welches auf den wahren Ereignissen beruht, die sich 1969 in einer High School Geschichtsklasse in Palo Alto, California ereignet haben, zeigt auf erschreckende Weise, wie virulent (ansteckend) der Faschismus aktuell - bleibt. m Übrigen - den energiegeladenen Soundtrack zum Film liefert Empty Trash mit ihrem Frontmann Max Buskohl. Dieser dürfte wohl spätestens nach dem RTL-Casting “DSDS” auch ein Begriff für die Allgemeinheit geworden sein.

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