12. Februar 2012
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Rebecca Martin: Frühling und so

Gebloggt am 31.10.2008
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Frühling und so. So heißt das erste Buch von der erst 18-jährigen Autorin Rebecca Martin. Es ist zusätzlich das erste Buch aus der Reihe „Anais – Lust und Literatur“ vom Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag. Verglichen wird das Buch mit „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche, das wochenlang die Bestsellerlisten anführte und Raum für hitzige Diskussionen schaffte. Und wie bei „Feuchtgebiete“ und Charlotte Roche weiß man auch bei Rebecca Martins Roman nicht immer, wie viel aus ihrem Buch sie tatsächlich selbst erlebt hat. Anfangen hat es nämlich als eine Art Tagebuch, bis sich ihre Realität immer mehr mit Fiktion vermischte.

So kommt es, dass ihre Hauptfigur nicht Rebecca, sondern Raquel heißt, nicht 18 ist, aber 17. Trotz ihres recht jungen Alters ist Raquel im Umgang mit Männern allerdings recht abgeklärt und lässt sich so schnell von niemandem etwas vormachen. Tatsächlich ist es Liebe, nach der sie sich sehnt. Und wenn sie schon keine Liebe von den Männern bekommt, dann doch wenigstens Sex. Und wenn es schon nicht der Mann Typ Supermacho mit dunklen Locken ist, dann doch wenigstens der schmale mit den Wuschelhaaren. Das Leben ist halt kein Wunschkonzert. Das weiß nicht nur Raquel, sondern auch die Autorin selbst, die schreibt, was ihrer Meinung nach viele in ihrem Alter denken oder erleben. Und das ist nicht immer ganz jugendfrei. Zu dem Vergleich mit dem Roman von Charlotte Roche hat Rebecca deshalb auch eine sehr selbstbewusste Meinung: „Mein Buch ist schärfer als die ‚Feuchtgebiete’ von Charlotte Roche. Weil es ehrlicher, authentischer ist. Ich habe geschrieben, was meine Generation erlebt, fühlt.“

Wer Interesse an dem Roman „Frühling und so“ hat, sollte sich unbedingt noch die Zeit für folgende kleine Leseprobe nehmen. Und wer dann immer noch Interesse hat, sollte Rebecca Martin helfen, ebenso die Bestsellerliste zu stürmen wie Charlotte Roche. Die 256 Seiten des Romans gibt s ab sofort für 9,90€ u.a. bei Amazon zu kaufen.

Leseprobe:

Dann tanze ich mit Tobias. Vielleicht flirte ich mit ihm, so genau weiß ich das nicht. Jedenfalls sagt er irgendwann “Das geht nicht, ich habe eine Freundin, und das wissen auch alle” und ich antworte irgendwas Blödes wie “Okay, dann tanzen wir halt”.
Später zieht mich Tobias nach draußen, in einen Hauseingang neben dem Club, und ich weiß, dass ich verknallt in diesen Typen bin. Tobias steckt einen Finger in mich. Ich atme aus. Ich frage mich, warum das alle Männer immer wieder tun, den Finger reinstecken.
Müssten sie nicht ahnen, dass das nichts bringt? Trotzdem kann ich mir grad nichts Schöneres vorstellen. Ich fummle an seinem Gürtel herum, sein Körper fühlt sich warm an. Tobias brummt.
Heute weiß ich, dass man Jungs nicht niedlich finden sollte. Denn niedliche Jungs trinken Wodka statt Wasser und betrügen ihre Freundinnen. So wie Tobias. Er brummt jetzt schon wieder. Er brummt meinen Namen, er brummt Raquel.
In meinem Kopf tanzen Knallbonbons. Das muss der Alkohol sein. Ein paar Hormone vielleicht. Er ist der niedlichste Junge auf Erden. Und er hat eine Freundin, die neun Jahre älter ist als ich, die er liebt, wie er sagt, deren Namen er mir nicht nennen will. Noch so ein Tick von Männern, oder geht es immer nur mir so?
Er brummt, und ich sage Arschloch und dann küsse ich ihn doch. Mein Kleid ist bis zum Bauchnabel aufgeknöpft. Die Knallbonbons tanzen jetzt nicht nur in meinem Kopf, sie tanzen in meinem ganzen Körper, auf meinen Lippen.
Tobias sagt, er wohnt um die Ecke. Seine Freundin ist in Köln, sie arbeitet beim Film als Garderobiere. Gar-de-ro-bie-re. Das möchte ich nicht werden. Wenn ich mir Anke und Miriam anschaue, macht es mich ein bisschen traurig. Immerhin sind sie beide schon knapp dreißig, aber sie benehmen sich wie 19-Jährige.
Wenn ich dreißig bin, möchte ich die Kostüme aussuchen, und nicht am Ende des Tages auf den Bügel hängen.

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5 Kommentare zu “Rebecca Martin: Frühling und so”

  1. Marie Says:

    GEILES Buch!!!!!! =)

  2. Marie Says:

    Super geiles Buch! Besser gehts kaum

  3. Mario Says:

    Super blödes Buch! Blöder gehts kaum

  4. Dr. Gnadenlos Says:

    Ich möchte die Eltern sprechen.

  5. Henriette Says:

    Am Anfang dachte ich das Buch ist echt sau doof, Aber ich hab weiter gelesen und ich denk mir “SHIT ey, da hätte doch jeder Teeny seine Geschichte schreiben können” Geschichten und das Leben wiederholen sich, immer und immer wieder! Trotzdem es paßt schon, manchmal etwas sehr zusammenhanglos aber für den Anfang nicht schlecht, die wird schon noch.

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