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Im Namen der Kunst
4. September 2008, 19:41 Uhr, mf
So langsam schleicht sich der Gedanke an, heutzutage sei alles erlaubt, wenn man es nur als „Kunstprojekt“ verpackt. Ein aktuelles Beispiel bietet der dänische „Künstler“ Marco Evaristti, der eine menschliche Leiche an Fische verfüttern lassen möchte. Natürlich alles im Namen der Kunst.
Bereits in der Vergangenheit schockte der Aktionskünstler mit skurrilen Projekten. Bei einer Ausstellung ließ er Goldfische in einem Mixer schwimmen, bat dann die Besucher darum, diesen einzuschalten. Bei einer Modemesse machte er mit einer Kollektion von Kleidungsstücken, die Todeskandidaten bei ihrer Hinrichtung trugen, auf sich aufmerksam. Wie auf bild.de berichtet wird, habe Marco Evaristti außerdem 48 Fleischklösschen in seinem eigenen Körperfett braten lassen und sie dann seinen Freunden serviert. Ebenfalls natürlich alles im Namen der Kunst.
Was daran künstlerisch sein soll, ist wohl die Frage, die sich einem zuerst aufdrängt. Und dann, ob sich Tierquälerei und andere Geschmacklosigkeiten allein damit rechtfertigen lassen, dass sie angeblich der Kunst dienen. Gerechtfertigt oder nicht, Anhänger hat Evaristti dennoch gefunden. So gab der Amerikaner Gene Wilford Hathorn jr. seine Einverständnis, dass sein Leichnam zu Fischfutter verarbeitet werden darf. Gene Wilford Hathorn jr. ist übrigens zum Tode verurteilt. Aber darüber muss man sich ja keine Gedanken machen. Geschieht ja alles im Namen der Kunst…
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